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Ratgeber

Glastrennwand-Systeme im Vergleich: welches passt?

Glastrennwand-Systeme im Vergleich: Einfach- und Doppelverglasung, sprossenfreie Systeme, Brandschutz und Türen – die Entscheidungshilfe für Architekten und Planer.

XFRAME Glasprofile — Glastrennwand-Systeme im Vergleich: welches passt? Ratgeber

Glastrennwände sind in der modernen Innenarchitektur längst Standard. Sie gliedern Büroflächen, lassen Tageslicht tief in den Grundriss vordringen und schaffen eine offene Raumwirkung, ohne auf funktionale Trennung zu verzichten. Doch hinter dem Begriff “Glastrennwand” verbirgt sich kein einzelnes Produkt, sondern eine ganze Familie unterschiedlicher Systemtypen – und genau hier beginnt für viele Planer die eigentliche Herausforderung.

Einfachverglasung oder Doppelverglasung? Sprossenfrei oder klassisch? Mit oder ohne Brandschutzklassifizierung? Welches Türsystem passt? Diese Fragen lassen sich nicht pauschal beantworten, denn das “richtige” System hängt immer vom konkreten Projekt ab: von der Nutzung der Räume, den Schall- und Brandschutzanforderungen, der Raumhöhe, dem Budget und dem Wunsch nach späterer Umbaubarkeit. Dieser Ratgeber führt strukturiert durch die Systemtypen, ordnet sie anhand der XFRAME-Systemfamilie ein und gibt eine konkrete Entscheidungshilfe an die Hand – damit die Systemwahl von Anfang an zum Projekt passt und nicht erst nach der ersten Reklamation korrigiert werden muss.

Welche Glastrennwand-Systemtypen gibt es überhaupt?

Glastrennwand-Systeme lassen sich grob in vier Grundtypen einteilen: einfach verglaste Systeme, doppelt verglaste Systeme, Brandschutzsysteme mit Klassifizierung und Systeme mit integrierter Tür. Diese Typen schließen sich nicht aus, sondern werden im Projekt kombiniert. Die Kunst der Planung besteht darin, jedem Raumbereich den passenden Systemtyp zuzuordnen.

Wichtig ist das Verständnis, dass diese Typen innerhalb einer durchdachten Systemtrennwand-Familie aufeinander abgestimmt sind. Sie nutzen vergleichbare Profilbreiten, ähnliche Anschlussdetails und eine einheitliche Gestaltungssprache. Dadurch lässt sich ein Geschoss durchgehend einheitlich gestalten, obwohl einzelne Wände einfach verglast, andere doppelt verglast und wieder andere als Brandabschnitt ausgeführt sind. Die XFRAME-Produktfamilie ist genau auf dieses Prinzip ausgelegt: ein gemeinsamer 35-mm-Profilkern, der je nach Anforderung unterschiedlich konfiguriert wird.

Einfachverglasung: für welche Projekte ist sie die richtige Wahl?

Einfach verglaste Systeme sind die richtige Wahl, wenn maximale Transparenz, filigrane Optik und eine wirtschaftliche Lösung im Vordergrund stehen – und wenn die akustische Anforderung auf eine Grunddämpfung beschränkt bleibt. Sie eignen sich für Flure, Standardbüros, Open-Space-Zonen und Bereiche, die optisch, aber nicht akustisch streng getrennt werden müssen.

Ein System wie X-Simply 2.0 arbeitet mit einem schlanken 35-mm-Aluminiumprofil und einer einzelnen Glasscheibe aus ESG (10 oder 12 mm) oder VSG. Der Schalldämmwert bewegt sich je nach Glasaufbau im Bereich Rw 33–41 dB, die maximale Wandhöhe liegt bei 3.400 mm. Das System ist über die ETA-16/0446 europäisch technisch bewertet, was für Planer eine verlässliche Grundlage in der Ausschreibung schafft.

Die Stärken der Einfachverglasung im Überblick:

  • Maximale Transparenz: schlanke Profile, nahezu rahmenlose Optik, kein optischer Eingriff in den Raum.
  • Wirtschaftlichkeit: geringerer Material- und Glaseinsatz, geringeres Flächengewicht, einfachere Logistik und Montage.
  • Grunddämpfung des Schalls: filtert störende Hintergrundgeräusche, ohne den Raum komplett zu isolieren.
  • Geringe Bautiefe: ideal in kleineren Flächen, in denen jeder Zentimeter zählt.

Wer die Abgrenzung zur doppelt verglasten Lösung im Detail nachvollziehen möchte, findet im Beitrag Einfachverglasung vs. Doppelverglasung einen vertieften Projektvergleich. Ob die Profile sichtbar bleiben oder fast verschwinden sollen, behandelt ergänzend der Beitrag Glastrennwand rahmenlos oder mit Rahmen.

Doppelverglasung: wann lohnt sich der höhere Aufwand?

Ein doppelt verglastes System lohnt sich, sobald Räume akustisch verlässlich getrennt werden müssen oder sehr große Wandhöhen gefragt sind. Zwei Glasebenen mit dazwischenliegendem Scheibenzwischenraum erreichen Schalldämmwerte, die eine Einfachverglasung konstruktionsbedingt nicht leisten kann. Vertrauliche Gespräche bleiben vertraulich.

Das System X-Double 2.0 nutzt denselben 35-mm-Profilkern wie die Einfachverglasung, fasst aber zwei Scheiben. Der Schalldämmwert reicht sprossenfrei bis Rw 52 dB, die maximale Höhe liegt je nach Ausführung bei 3.400 oder 4.000 mm. Das System ist über die ETA-17/1050 bewertet. Der Begriff sprossenfrei ist hier zentral: Viele Akustiksysteme erreichen hohe Werte nur mit sichtbaren Querprofilen, die die Glasfläche unterbrechen. X-Double 2.0 verbindet hohen Schallschutz mit einer durchgehend klaren Verglasung – Akustik und Designanspruch schließen sich nicht mehr aus.

Typische Einsatzbereiche der Doppelverglasung:

  • Vertrauliche Räume: Geschäftsführung, Personalabteilung, Beratungs- und Arztzimmer.
  • Focus- und Meeting-Rooms: Bereiche für hybride Calls und konzentriertes Arbeiten.
  • Große Raumhöhen: Wandhöhen jenseits des Einfachverglasungsbereichs.
  • Repräsentative Zonen: Empfangs- und Vorstandsbereiche mit hohem Gestaltungsanspruch.

In der Praxis wird selten ein ganzes Gebäude doppelt verglast. Wirtschaftlich sinnvoll ist die hybride Planung – Einfachverglasung in Standardzonen, Doppelverglasung gezielt dort, wo Vertraulichkeit zählt. Welche Rw-Werte für welche Nutzung nötig sind, vertieft der Beitrag Schallschutz bei Glastrennwänden.

Brandschutzsysteme: wann ist eine Klassifizierung Pflicht?

Brandschutz-Glastrennwände sind immer dann erforderlich, wenn das Bauordnungsrecht oder das Brandschutzkonzept einen feuerwiderstandsfähigen Raumabschluss verlangt – etwa bei Flucht- und Rettungswegen, der Trennung von Brandabschnitten oder Anforderungen aus der jeweiligen Landesbauordnung. Die Klassifizierung ist dann keine Option, sondern Vorgabe des Konzepts.

Für diese Fälle stehen mit X-Simply 2.0 Fire (ETA-18/1097) und X-Double 2.0 Fire (ETA-20/0630) Systeme zur Verfügung, die eine Klassifizierung EI30 oder EI60 erreichen. Das Kürzel EI bedeutet, dass die Wand sowohl den Raumabschluss als auch die Begrenzung der Temperaturübertragung über die angegebene Dauer in Minuten sicherstellt. Entscheidend für Planer: Diese Brandschutzsysteme fügen sich gestalterisch in dieselbe Systemfamilie ein. Ein Geschoss kann durchgehend einheitlich wirken, obwohl einzelne Wände als Brandabschnitt ausgeführt sind.

Welche Anforderungen das deutsche Baurecht im Detail stellt, erläutert der Beitrag Brandschutz bei Glastrennwänden. Maßgeblich ist immer das objektbezogene Brandschutzkonzept – die Systemwahl folgt dem Konzept, nicht umgekehrt. Eine Übersicht der klassifizierten Lösungen bietet die Seite Glastrennwand mit Brandschutz.

Systeme mit Tür: worauf kommt es bei der Türwahl an?

Bei Systemen mit Tür kommt es vor allem darauf an, dass das Türsystem zum Schallschutzniveau der angrenzenden Wand passt. Eine Tür ist im akustischen Verbund fast immer das schwächste Glied – eine hochdämmende Doppelverglasung verliert ihren Wert, wenn die Tür über Bodenspalt und Anschlagfuge Schall durchlässt.

XFRAME bietet dafür abgestufte Systemtüren an. Die Glas-Glastrennwandtür erreicht Rw 24–33 dB und eignet sich für offene, weniger sensible Bereiche. Für höhere Anforderungen stehen gefälzte Systemtüren zur Verfügung: Slim mit 35–39 dB, Plus mit 35–39 bzw. 39–43 dB, Silent mit 36–43 dB sowie Wood mit 33–41 dB. Je höher der Rw-Wert der Wand, desto wichtiger werden umlaufender Fälzanschlag und Absenkdichtung an der Tür.

Faustregeln für die Türwahl:

  • Offene Zonen: Glas-Glastrennwandtür – maximale Transparenz, akustische Grunddämpfung.
  • Standardbüro mit Einfachverglasung: Slim oder Plus, abgestimmt auf den Wand-Rw-Wert.
  • Vertrauliche Räume mit Doppelverglasung: Silent als hochdämmende, gefälzte Variante.
  • Repräsentative Bereiche: Wood, wenn eine Holzoptik die Gestaltung ergänzen soll.

Mehr zur Integration von Türöffnungen in die Wandfläche zeigt die Seite Glastrennwand mit Tür.

Welches System passt zu welchem Auswahlkriterium?

Die Systemwahl hängt selten von einem einzigen Faktor ab. In der Praxis spielen sechs Kriterien zusammen: Schallschutzanforderung, Brandschutzanforderung, Raumhöhe, Budget, Flexibilität bzw. Umbaubarkeit und Optik. Die folgende Tabelle ordnet die XFRAME-Systemtypen diesen Kriterien zu und macht die Stärken jedes Systems auf einen Blick vergleichbar.

KriteriumX-Simply 2.0 (Einfach)X-Double 2.0 (Doppel)X-Simply/X-Double 2.0 Fire
SchallschutzGrunddämpfung, Rw 33–41 dBHoch, sprossenfrei bis Rw 52 dBJe nach Basissystem, plus Brandschutz
BrandschutzKeine KlassifizierungKeine KlassifizierungEI30 / EI60 klassifiziert
Raumhöhebis 3.400 mmbis 3.400 / 4.000 mmabhängig vom Basissystem
BudgetWirtschaftlich, geringer GlaseinsatzHöherer Material- und MontageaufwandHöherer Aufwand durch geprüfte Bauteile
FlexibilitätTrocken montiert, umbaubarTrocken montiert, umbaubarUmbaubar, Klassifizierung beachten
OptikMaximal transparent, filigranKlar, sprossenfrei trotz AkustikEinheitliche Systemoptik

Die Tabelle zeigt: Kein System ist pauschal “besser”. Einfachverglasung punktet bei Wirtschaftlichkeit und filigraner Optik, Doppelverglasung bei Schallschutz und Höhe, die Fire-Systeme dort, wo eine Klassifizierung Pflicht ist. Die Kunst liegt in der projektbezogenen Zuordnung – und in der Erkenntnis, dass alle drei in einem Geschoss kombinierbar sind.

Wie wirken sich Schallschutz und Brandschutz auf die Wahl aus?

Schallschutz und Brandschutz sind die beiden Kriterien, die am stärksten festlegen, welcher Systemtyp infrage kommt – oft sind sie keine Wunschgröße, sondern eine harte Vorgabe aus Nutzungsanforderung, Norm oder Brandschutzkonzept. Beide sollten deshalb früh in der Planung geklärt werden, nicht erst in der Ausführung.

Beim Schallschutz lohnt sich eine raumweise Betrachtung: Welche Bereiche brauchen lediglich eine Grunddämpfung, welche müssen vertrauliche Gespräche sicher abschirmen? Aus dieser Zonierung ergibt sich, wo Einfach- und wo Doppelverglasung sinnvoll ist. Eine vertiefende Übersicht bietet die Themenseite Schallschutz-Glastrennwand. Wichtig bleibt: Der Laborwert des Glases wird am Bau nur erreicht, wenn Anschlussfugen, Decken- und Bodenanschlüsse sowie die Tür fachgerecht ausgeführt sind.

Beim Brandschutz ist die Logik umgekehrt: Hier folgt die Systemwahl zwingend dem objektbezogenen Brandschutzkonzept. Verlangt das Konzept EI30 oder EI60, kommen ausschließlich die klassifizierten Fire-Systeme infrage. Eine nicht klassifizierte Wand kann durch keine spätere Maßnahme zur Brandschutzwand werden – diese Entscheidung muss vor der Bestellung stehen.

Welche Rolle spielen Raumhöhe, Budget und Flexibilität?

Raumhöhe, Budget und Flexibilität entscheiden weniger über das “Ob” einer Glastrennwand, sondern über die konkrete Systemkonfiguration. Sie sind die Stellschrauben, mit denen ein grundsätzlich passendes System an die Projektrealität angepasst wird – und sie sollten gemeinsam betrachtet werden, weil sie sich gegenseitig beeinflussen.

Die Raumhöhe begrenzt die Systemwahl statisch: Einfach verglaste Wände sind bis 3.400 mm Höhe ausgelegt, doppelt verglaste Systeme je nach Ausführung bis 4.000 mm. Bei sehr hohen Räumen kann die Doppelverglasung deshalb auch dann die richtige Wahl sein, wenn die Akustik allein keine zweite Scheibe erfordern würde – die zwei Glasebenen bieten statische Reserven.

Das Budget sollte qualitativ gedacht werden: Einfachverglasung ist material- und montageseitig wirtschaftlicher, Doppelverglasung und Brandschutzsysteme verursachen durch mehr Glas, geprüfte Bauteile und aufwendigere Anschlüsse höhere Kosten. Statt das gesamte Projekt auf das teuerste System auszulegen, ist die hybride Planung der wirtschaftliche Weg. Eine fundierte Einordnung der Kostenfaktoren liefert der Beitrag Glastrennwand-Kosten.

Die Flexibilität ist ein Kernvorteil von Systemtrennwänden gegenüber dem Trockenbau. Profile, Glas und Türen werden trocken verschraubt und lassen sich bei Mieterwechsel oder Flächenumlegung demontieren und neu zusammensetzen. Eine Einschränkung gilt jedoch: Der Wechsel zwischen Einfach- und Doppelverglasung erfordert einen Profiltausch. Wer mit künftigen Nutzungsänderungen rechnet, sollte das Grundsystem entsprechend großzügig auslegen. Worauf es bei der Anschaffung sonst noch ankommt, fasst der Ratgeber Glastrennwand kaufen zusammen.

Wie sieht der Auswahlprozess in der Praxis aus?

In der Praxis bewährt sich ein Auswahlprozess in vier Schritten, der die sechs Kriterien systematisch abarbeitet, statt sie dem Bauchgefühl zu überlassen. So entsteht eine nachvollziehbare Systemwahl, die sich auch in der Ausschreibung sauber begründen lässt.

So gehen Sie strukturiert vor:

  • Schritt 1 – Räume zonieren: Welche Bereiche brauchen Grunddämpfung, welche echte Vertraulichkeit, welche sind Brandabschnitt? Daraus ergibt sich die grobe Systemverteilung.
  • Schritt 2 – Pflichtanforderungen prüfen: Brandschutzkonzept und Normbezug klären – diese Vorgaben sind nicht verhandelbar und legen die Fire-Systeme fest.
  • Schritt 3 – Statik und Höhe abgleichen: Wandhöhen mit den Systemgrenzen abgleichen und bei Bedarf auf das doppelt verglaste System wechseln.
  • Schritt 4 – Türen und Budget einplanen: Türsysteme auf das Wand-Rw-Niveau abstimmen und die hybride Planung wirtschaftlich finalisieren.

Dieser Prozess lässt sich gut in eine übergeordnete Planung der gesamten Trennwandfläche einbetten. Wie sich Glaswände in moderne Bürokonzepte einfügen, zeigt die Seite Bürotrennwände; einen allgemeinen Einstieg in das Thema bietet die Übersichtsseite Glastrennwand. Bei komplexen Projekten empfiehlt sich der frühe Austausch mit dem Hersteller – so lassen sich Anschlussdetails, Statik und Klassifizierungen klären, bevor Festlegungen getroffen sind, die später teuer zu korrigieren wären.

Fazit: das passende System ist eine Frage der Zuordnung

Es gibt nicht das eine beste Glastrennwand-System – es gibt nur das System, das zum jeweiligen Raumbereich passt. Einfachverglasung überzeugt durch Transparenz und Wirtschaftlichkeit, Doppelverglasung durch verlässlichen, sprossenfreien Schallschutz und statische Reserven, die Fire-Systeme dort, wo eine Klassifizierung verbindlich ist. Die XFRAME-Systemfamilie ist bewusst so aufgebaut, dass sich diese Typen über einen gemeinsamen 35-mm-Profilkern zu einer einheitlichen, aber funktional differenzierten Gesamtlösung kombinieren lassen.

Wer die sechs Kriterien – Schallschutz, Brandschutz, Raumhöhe, Budget, Flexibilität und Optik – früh und raumweise durchdenkt, trifft eine Systemwahl, die das Projekt über Jahre trägt. Sie möchten für Ihr Projekt das passende System ermitteln oder Anschlussdetails und Klassifizierungen vorab klären? Das Team von XFRAME unterstützt Sie bei der projektbezogenen Auslegung – nehmen Sie dazu einfach Kontakt auf.

Häufige Fragen

Für klassische Büro- und Flurzonen ohne erhöhte Schall- oder Brandschutzanforderung ist ein einfach verglastes System wie X-Simply 2.0 in den meisten Fällen die wirtschaftlich und gestalterisch passende Wahl. Es bietet maximale Transparenz, filigrane Profile und eine Grunddämpfung des Schalls. Erst wenn vertrauliche Räume, Brandabschnitte oder besonders hohe Wände hinzukommen, lohnt sich der Wechsel auf Doppelverglasung oder ein Brandschutzsystem in genau diesen Bereichen.
Ein Doppelverglasungssystem wie X-Double 2.0 ist immer dann sinnvoll, wenn Räume akustisch verlässlich getrennt werden müssen – etwa Geschäftsführung, Personalabteilung, Beratungszimmer oder Focus-Rooms. Die zwei Glasebenen erreichen sprossenfrei deutlich höhere Schalldämmwerte als eine Einfachverglasung. Auch bei sehr großen Raumhöhen spielt das doppelt verglaste System seine statischen Reserven aus. Üblich ist eine hybride Planung: Einfachverglasung in Standardzonen, Doppelverglasung gezielt dort, wo Vertraulichkeit zählt.
Sprossenfrei bedeutet, dass eine hohe Schalldämmung ohne sichtbare horizontale Querprofile zwischen den Glasscheiben erreicht wird. Klassische Akustiksysteme arbeiten oft mit Sprossen, die den hohen Wert technisch ermöglichen, aber die Transparenz unterbrechen. Ein sprossenfreies System wie X-Double 2.0 verbindet hohen Schallschutz mit einer durchgehend klaren Glasfläche. Für Architekten ist das relevant, weil sich Akustik und Designanspruch nicht mehr gegenseitig ausschließen.
Nein. Moderne Brandschutzsysteme wie X-Simply 2.0 Fire und X-Double 2.0 Fire sind so konzipiert, dass sie sich gestalterisch in dieselbe Systemfamilie einfügen wie die nicht klassifizierten Wände. Die zugelassene Klassifizierung EI30 oder EI60 wird über das geprüfte Glas, die Profile und die Anschlussdetails erreicht. Dadurch lässt sich ein Stockwerk durchgehend einheitlich gestalten, obwohl einzelne Wände als Brandabschnitt ausgeführt sind und andere nicht.
Systemtrennwände sind grundsätzlich für Umbau und Wiederverwendung ausgelegt – das ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem Trockenbau. Profile, Glas und Türen werden trocken verschraubt statt verputzt und können bei Mieterwechsel oder Flächenumlegung demontiert und neu zusammengesetzt werden. Wichtig: Ein Wechsel zwischen Einfach- und Doppelverglasung ist nicht ohne Profiltausch möglich. Wer Flexibilität braucht, legt das Grundsystem deshalb von Anfang an passend aus.
Das Türsystem sollte zum Schallschutzniveau der Wand passen, damit die Tür nicht zur akustischen Schwachstelle wird. Für offene Bereiche genügt eine Glas-Glastrennwandtür, für höhere Anforderungen kommen gefälzte Systemtüren der Linien Slim, Plus, Silent oder Wood infrage. Je höher der Rw-Wert der Wand, desto wichtiger ist eine Tür mit Absenkdichtung und umlaufendem Fälzanschlag. Wand, Profil, Dichtung und Tür müssen als akustische Einheit geplant werden.
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