Glastrennwand-System — Brandschutz
X-Simply 2.0 Fire
Die einfachverglaste Brandschutz-Glastrennwand von XFRAME — Feuerwiderstand EI30 und EI60 nach DIN EN 13501-2, schlanke 35-mm-Profilansicht. Brandschutz, der transparent bleibt.

- Einfachverglaste Brandschutz-Glastrennwand — die geprüfte Brandschutz-Variante der X-Simply 2.0.
- Feuerwiderstand EI30 und EI60 nach DIN EN 13501-2 (Katalog nennt auch EI15).
- Brandschutz-Verbundglas (Contraflam / Pyrobel), Glasdicke ca. 16–30 mm.
- Schlanke 35 mm Profil-/Ansichtsbreite, Schalldämmung ca. Rw 38–42 dB.
- Raumhoch bis ca. 3.000 mm, gebogene Wände ab Radius 800 mm — ETA-18/1097.
Was ist die X-Simply 2.0 Fire?
Die X-Simply 2.0 Fire ist eine einfachverglaste Brandschutz-Glastrennwand von XFRAME: die geprüfte Brandschutz-Variante der X-Simply 2.0, klassifiziert nach DIN EN 13501-2 in den Feuerwiderstandsklassen EI30 und EI60.
Technisch besteht das System aus einem umlaufenden Aluminium-Profilrahmen mit Anschlüssen an Boden, Decke und Wand sowie einer Glasebene aus geprüftem Brandschutz-Verbundglas. Anders als gewöhnliches Bürotrennwand-Glas behält dieses Glas im Brandfall über die klassifizierte Dauer seinen Raumabschluss und dämmt die Wärme: Die mehrschichtigen Brandschutzgläser schäumen unter Hitzeeinwirkung auf und bilden einen lichtundurchlässigen, isolierenden Schild. So bleibt die dem Feuer abgewandte Seite passierbar — entscheidend dort, wo Brandabschnitte oder Fluchtwege getrennt werden müssen.
Der entscheidende Vorteil gegenüber einer gemauerten oder in Trockenbau ausgeführten Brandschutzwand ist die Transparenz. Brandschutz muss nicht heißen, dass eine Fläche optisch abgeschottet wird: Mit der X-Simply 2.0 Fire bleiben Tageslicht, Sichtbezug und ein offenes Raumgefühl erhalten, während die bauordnungsrechtlichen Anforderungen erfüllt werden. Die Profilansicht von nur 35 mm hält den Glasanteil hoch und das Erscheinungsbild ruhig. XFRAME entwickelt, fertigt und montiert das System als Hersteller aus Rain am Lech.
Technische Daten
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Systemtyp | Einfachverglaste Brandschutz-Glas-Systemtrennwand, raumhoch |
| Verglasung / Brandschutzglas | Brandschutz-Verbundglas — Contraflam 30 / Structure 30 / 30 Si bzw. Pyrobel 16 VL / 16 EG VL / 25 VL |
| Glasdicke | ca. 16–30 mm je nach Glasaufbau |
| Feuerwiderstand | EI30 und EI60 nach DIN EN 13501-2 (Katalog nennt auch EI15) |
| Schalldämmung Rw | ca. 38–42 dB |
| Profil-/Ansichtsbreite | 35 mm |
| Max. Bauhöhe | raumhoch bis ca. 3.000 mm (abhängig von der EI-Klasse) |
| Gebogene Wände | Radius ab 800 mm möglich |
| Profilmaterial | Aluminium, eloxiert oder pulverbeschichtet (13 RAL-Standardfarben) |
| Brandprüfnorm | DIN EN 1364-1 |
| Klassifizierung | DIN EN 13501-2 |
| ETA-Zulassung | ETA-18/1097 (Bewertungsgrundlage EAD 210005-00-0505) |
Die aufgeführten Kennwerte entstammen der geprüften XFRAME-Systemdokumentation. Projekt- oder ausführungsabhängige Werte werden im verbindlichen Datenblatt präzisiert; maßgeblich für die Auslegung eines konkreten Projekts ist immer die geprüfte Systemdokumentation in Abstimmung mit dem Brandschutzkonzept.
EI30 oder EI60 — welche Klasse?
EI30 und EI60 bezeichnen, wie lange die Wand im Brandfall ihre Schutzwirkung erfüllt — 30 beziehungsweise 60 Minuten. Welche Klasse benötigt wird, gibt nicht das Produkt vor, sondern das Brandschutzkonzept des Gebäudes.
Die Klassifizierung folgt DIN EN 13501-2. Die Buchstaben beschreiben, welche Schutzwirkung das Bauteil über die genannte Dauer erbringt:
- E — Raumabschluss: Das Bauteil verhindert den Durchtritt von Flammen und heißen Gasen auf die abgewandte Seite.
- I — Wärmedämmung: Die dem Feuer abgewandte Seite erwärmt sich nur begrenzt — der Temperaturanstieg liegt im Mittel bei höchstens 140 °C —, sodass der Fluchtweg passierbar bleibt.
Für die einfachverglasten Systeme prüft der Katalog zusätzlich das Strahlungskriterium: Die Wärmestrahlung auf der abgewandten Seite bleibt in 1 m Abstand unter dem Grenzwert von 15 kW/m². Das ist die Anforderung an die in DIN EN 13501-2 ergänzend definierte Klasse EW (Raumabschluss mit begrenzter Strahlung).
| Klasse | Dauer | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| EI15 | 15 min | geringere Anforderungen — nur nach Brandschutzkonzept |
| EI30 | 30 min | im Bürobau gängige Anforderung — Brandabschnitte, Flurzonen |
| EI60 | 60 min | höhere Anforderung — Treppenraum-Anschlüsse, Sonderbereiche |
Maßgeblich ist immer das geprüfte Brandschutzkonzept des Gebäudes. XFRAME stimmt die erforderliche Klasse, den Glasaufbau und die Anschlussdetails projektbezogen ab. Einen Überblick über alle Brandschutz-Systeme bietet die Seite Glastrennwand Brandschutz.
Anwendungsbereiche
Die X-Simply 2.0 Fire kommt überall dort zum Einsatz, wo Flächen brandschutztechnisch getrennt werden müssen, ohne dass der Raum dabei optisch abgeschottet wird:
- Flucht- und Rettungswege: transparente Abtrennung von Fluren und Korridoren, die als Fluchtweg dienen — Tageslicht und Sichtbezug bleiben erhalten.
- Brandabschnitte: Trennung notwendiger Brandabschnitte auf Bürogeschossen, ohne die offene Wirkung der Fläche aufzugeben.
- Server- und Technikräume: brandschutztechnische Abgrenzung von Räumen mit erhöhter Brandlast bei gleichzeitiger Sichtkontrolle.
- Treppenraum- und Schachtanschlüsse: Verglasungen entlang von Treppenräumen, wo das Brandschutzkonzept einen Feuerwiderstand fordert.
- Foyers und Empfangszonen: repräsentative, lichtdurchflutete Bereiche, die zugleich eine Brandschutzanforderung erfüllen müssen.
Brandschutz und Gestaltung
Die X-Simply 2.0 Fire teilt die schlanke 35-mm-Profilansicht mit der Standard-X-Simply 2.0. Beide Systeme lassen sich innerhalb eines Projekts gestalterisch nahtlos kombinieren — die Brandschutzwand fällt im Erscheinungsbild nicht aus dem Rahmen.
In der Praxis ist eine Bürofläche selten durchgehend brandschutzpflichtig. Meist verlangt das Brandschutzkonzept den Feuerwiderstand nur an bestimmten Linien — entlang eines Fluchtwegs, an einem Treppenraum, zwischen zwei Brandabschnitten. Genau hier spielt der Systemgedanke seine Stärke aus: Die offenen Bereiche werden mit der Standard-X-Simply 2.0 ausgeführt, die brandschutzpflichtigen Linien mit der X-Simply 2.0 Fire. Da beide dieselbe Profilbreite und dieselbe Formensprache nutzen, entsteht ein durchgängiges Erscheinungsbild, ohne dass die Brandschutzwand als Fremdkörper wirkt.
Die Aluminiumprofile sind eloxiert oder pulverbeschichtet erhältlich — in 13 RAL-Standardfarben, sodass sich das System in jedes Farbkonzept einfügt. Für gebogene Wandverläufe ist ein Radius ab 800 mm möglich. Wo zusätzlich ein hoher Schallschutz gefordert ist, lässt sich das Projekt um die doppelverglaste Brandschutz-Variante X-Double 2.0 Fire ergänzen.
Planung und Montage
Jedes Projekt beginnt mit der Abstimmung zum Brandschutzkonzept: Welche Linien sind brandschutzpflichtig, welche EI-Klasse ist gefordert, wie greifen die Anschlüsse an Bestandsbauteile? Es folgen das Aufmaß vor Ort, die Detail- und Werkplanung, die Fertigung im XFRAME-Werk in Rain am Lech und die Montage durch geschulte XFRAME-Teams. Für Architekten und Planer stellt XFRAME die Systemdokumentation, die ETA sowie Ausschreibungstexte bereit, sodass sich die X-Simply 2.0 Fire früh und sauber in die Planung übernehmen lässt.
Bei einer Brandschutz-Trennwand verdienen die Anschlussdetails besondere Sorgfalt: Der klassifizierte Feuerwiderstand gilt nur, wenn die Wand entsprechend der geprüften Systemdokumentation ausgeführt wird — von der Glaswahl über die Profilausbildung bis zum Anschluss an Boden, Decke und Wand. Diese Detailpunkte werden für jedes Projekt einzeln ausgelegt und mit dem Brandschutzkonzept abgestimmt.
Als nichttragende Trennwand im Innenausbau wird die X-Simply 2.0 Fire trocken montiert. Maßgeblich für die Einordnung ist die Einbindung in das Brand- und Fluchtwegkonzept des Gebäudes; die brandschutztechnische Wirksamkeit ist über die ETA und die Klassifizierung nach DIN EN 13501-2 nachgewiesen. XFRAME begleitet diesen Prozess von der ersten Beratung bis zur Abnahme.
Häufige Fragen zur X-Simply 2.0 Fire
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