Systemtüren
Glastrennwand mit Tür.
Eine Tür, die nicht nachträglich in die Wand gesetzt, sondern im selben Profilsystem mitgeplant ist — bündig, schallschutzgerecht und gestalterisch aus einem Guss. Vom Hersteller XFRAME.
Glastrennwand mit integrierter Systemtür - Systemtrennwand aus Glas mit bündig integrierter, im selben Profilsystem geführter Tür.
- Fünf XFRAME-Systemtüren: Glas, Slim, Plus, Silent, Wood — bündig als Drehtür integriert.
- Schallschutz der Systemtüren bis Rw 49 dB (Wood-Tür), Brandschutztür-Option zu den Fire-Systemen.
- Die Tür ist die akustische Schwachstelle — sie muss zum Schallschutz der Wand passen.
- Glas als ESG oder VSG; Auslegung nach DIN 18008, Schallschutz nach DIN 4109 und VDI 2569.
Was ist eine Glastrennwand mit Tür?
Eine Glastrennwand mit Tür ist eine Systemtrennwand aus Glas, in die eine Tür bündig integriert ist — geführt im selben Aluminium-Profilsystem wie die Wandfläche selbst.
Der Unterschied zur nachträglich eingesetzten Tür liegt im Detail: Bei einer Systemtrennwand ist die Tür kein Fremdkörper, sondern Teil desselben Baukastens. Zarge, Anschlagprofile und die umlaufenden Dichtungsebenen stammen aus dem Profilsystem der Wand. Türfläche und Glasfläche fluchten, die Fugenbilder sind aufeinander abgestimmt, und die akustischen Anschlüsse sind durchgeplant statt improvisiert. Genau das unterscheidet eine projektierte Glastrennwand mit Tür von einer Wand, in die irgendwann ein Türelement „hineingebaut“ wurde.
Technisch besteht das Element aus drei Komponenten: dem Aluminium-Profilrahmen mit den Anschlüssen an Boden, Decke und Wand, der Glasfüllung — in der Regel Einscheibensicherheitsglas (ESG), bei erhöhten Anforderungen Verbundsicherheitsglas (VSG) — und dem Türelement mit Beschlag, Dichtungen und Bodenanschluss. XFRAME entwickelt, fertigt und montiert diese Systeme als Hersteller aus Rain am Lech und führt die Tür konsequent als integralen Bestandteil der Trennwand, nicht als Zukaufteil.
Wie ist die Tür ausgeführt?
Die XFRAME-Systemtüren sind Drehtüren — der Türflügel ist seitlich über Bänder angeschlagen und öffnet klassisch auf, bündig im selben Aluminium-Profilsystem geführt wie die Wand. Die Drehtür ist die robuste, am besten abdichtbare und damit schallschutzstärkste Türausführung.
Innerhalb dieses Prinzips bestimmt die gewählte Türlinie das Erscheinungsbild — von der rahmenlosen Glas-Glastrennwandtür für eine nahezu unsichtbare Trennung über besonders schlanke Rahmenansichten bis zur schallschutzoptimierten Silent-Tür. Weil die Drehtür mit klar definierter Schließkante und umlaufenden Dichtungen am dichtesten schließt, ist sie überall dort die richtige Wahl, wo Vertraulichkeit und Schallschutz zählen — vom Besprechungsraum bis zum Geschäftsführungsbüro. Welche der fünf XFRAME-Systemtüren am besten passt, zeigt der Überblick weiter unten.
Die Tür — die akustische Schwachstelle der Glaswand
Eine Trennwand ist akustisch nur so gut wie ihre Tür. Die Tür ist fast immer das schwächste Glied der Konstruktion — eine hochdämmende Glaswand mit einfacher Tür verschenkt einen großen Teil ihres Schallschutzpotenzials.
Der Grund liegt in der Bauteilphysik. Eine geschlossene Glasfläche dämmt über ihre gesamte Ausdehnung gleichmäßig. Eine Tür dagegen besteht aus einem beweglichen Flügel und vier umlaufenden Fugen — oben, unten und an beiden Seiten. Genau über diese Fugen findet Schall den leichtesten Weg. Schon ein schmaler, undichter Spalt am Boden senkt das Ergebnis der gesamten Wand spürbar ab. Maßgeblich ist nicht der beste, sondern der schwächste Wert im Bauteil.
Daraus folgt eine klare Planungsregel: Der Schalldämmwert der Tür sollte zum Anspruch der Wand passen. Wer eine doppelverglaste Wand mit hohem Rw-Wert plant und sie mit einer einfachen Standardtür kombiniert, erhält am Ende keine hochdämmende Trennung, sondern eine, die ungefähr so gut ist wie ihre Tür. Drei Punkte entscheiden in der Praxis über das Ergebnis:
- Umlaufende Dichtungsebenen. Türfalz und Anschlagprofile brauchen durchgehende, aufeinander abgestimmte Dichtungen — eine Schwachstelle in der Fuge wirkt wie ein offenes Fenster.
- Der Bodenspalt. Der Spalt unter dem Türblatt ist die kritischste Fuge. Eine absenkbare Bodendichtung schließt ihn beim Schließen automatisch und gibt ihn beim Öffnen wieder frei.
- Türblatt und Glasaufbau. Schallschutz-Türen nutzen einen schwereren, mehrschichtigen Glasaufbau — Masse und Dämmschichten bestimmen den erreichbaren Rw-Wert.
Eine vertiefte Übersicht zum Thema bietet die Seite Schallschutz-Glastrennwand.
Schallschutz- und Brandschutztüren
Für erhöhte Anforderungen gibt es zwei Sonderausführungen: die schallschutzoptimierte Silent-Tür mit bis zu Rw 43 dB und die Brandschutztür passend zu den Fire-Systemen. So bleibt die Schutzwirkung der Wand auch im Türbereich durchgängig.
Die Silent-Glastrennwandtür ist die schallschutzoptimierte Variante im XFRAME-Programm. Sie kombiniert einen abgestimmten, mehrschichtigen Glasaufbau mit umlaufenden Dichtungen und einer absenkbaren Bodendichtung, die den kritischen Bodenspalt beim Schließen automatisch verschließt. Sie erreicht je nach Ausführung Rw 36–43 dB — der passende Partner für eine doppelverglaste Wand in Besprechungs- und Vertraulichkeitsräumen. Zum Vergleich: Die Glastür liegt bei Rw 24–33 dB, Slim- und Plus-Tür bei Rw 35–39 dB (Plus als Doppeltür bis Rw 39–43 dB) und die Wood-Tür bei Rw 33–49 dB. Die Schalldämmwerte werden nach DIN EN ISO 10140-2 ermittelt und nach DIN 4109 bewertet; die genauen Glasaufbauten sind in den XFRAME-Datenblättern dokumentiert.
Wo Flächen brandschutztechnisch getrennt werden müssen, lässt sich passend zu den Fire-Systemen eine Brandschutztür integrieren. Sie führt die brandschutztechnische Trennung der Wandfläche im Türbereich durch, so dass entlang von Flucht- und Rettungswegen oder zwischen Brandabschnitten keine Lücke entsteht. Die Klassifizierung folgt DIN EN 13501; die erforderliche Feuerwiderstandsklasse — etwa EI30 oder EI60 — ergibt sich aus dem Brandschutzkonzept des Gebäudes. Die Prüfung erfolgt nach DIN EN 1364-1, die Klassifizierung nach DIN EN 13501-2; als Verwendbarkeitsnachweise der Fire-Systeme liegen die europäischen technischen Bewertungen ETA-18/1097 (X-Simply 2.0 Fire) bzw. ETA-20/0630 (X-Double 2.0 Fire) vor.
Wichtig ist, beide Anforderungen früh zu klären: Schall- und Brandschutz wirken sich auf Glasaufbau, Beschlag und Bodenanschluss aus und lassen sich nicht sinnvoll nachrüsten. Wer den Anspruch von Anfang an benennt, erhält eine Tür, die zur Wand passt — statt einer Wand, die durch ihre Tür ausgebremst wird.
Die XFRAME-Systemtüren im Überblick
XFRAME bietet fünf Systemtüren, die sich in Rahmenansicht, Charakter und Funktion unterscheiden — von der rahmenlosen Glastür bis zur schallschutzoptimierten Silent-Tür. Alle sind bündig als Drehtür ins Profilsystem integriert.
| Systemtür | Charakteristik |
|---|---|
| Glas-Glastrennwandtür | Rahmenlose Ganzglaslösung für maximale Transparenz — die Tür tritt optisch nahezu hinter die Glasfläche zurück. |
| Slim-Glastrennwandtür | Besonders schlanke Rahmenansicht — ruhiges, reduziertes Fugenbild bei klar definierter Türkante. |
| Plus-Glastrennwandtür | Robuste Standardtür für hohe Frequentierung — die belastbare Wahl für stark genutzte Durchgänge. |
| Silent-Glastrennwandtür | Schallschutzoptimierte Variante mit abgestimmtem Glasaufbau und Dichtungen — bis Rw 43 dB. |
| Wood-Glastrennwandtür | Holzanmutung als gestalterischer Kontrast zur Glasfläche — warmer Akzent in transparenter Umgebung. |
Alle fünf Türen nutzen denselben Profil-Baukasten wie die Trennwandsysteme und lassen sich frei mit ihnen kombinieren. Innerhalb eines Projekts kann so etwa die offene Bürofläche eine schlanke Slim-Tür erhalten und der angrenzende Konferenzraum eine Silent-Tür — ohne Bruch im Erscheinungsbild. Eine vollständige Übersicht mit den technischen Details finden Sie auf der Seite Systemtüren; die passenden Wandsysteme sind die einfachverglaste X-Simply 2.0 und die doppelverglaste X-Double 2.0.
Beschläge und Bedienung
Der Beschlag entscheidet darüber, wie sich eine Tür im Alltag anfühlt — und ob sie ihren Schallschutz dauerhaft hält. In eine Glastrennwand mit Tür gehören aufeinander abgestimmte Komponenten: Bänder oder Laufwerk, Schloss und Drücker oder Stoßgriff, die absenkbare Bodendichtung sowie optional ein Türschließer. Der Türschließer sorgt für ein definiertes, ruhiges Zufallen der Drehtür und damit für ein verlässliches Anpressen der umlaufenden Dichtungen.
Für die Zutrittssteuerung lassen sich die Systemtüren mit den im Objektbau üblichen Lösungen ausstatten — von der mechanischen Schließanlage bis zur elektronischen Zutrittskontrolle. Auch ein automatischer Antrieb für barrierefreie oder stark frequentierte Durchgänge ist möglich. Die konkret freigegebenen Beschlag-Typen, Schließsysteme und Antriebe sind objektabhängig und werden projektbezogen mit der XFRAME-Anwendungstechnik festgelegt.
Gestalterisch werden Drücker, Griffe und sichtbare Beschlagteile auf die Aluminiumprofile der Wand abgestimmt, so dass die Tür auch im Detail als Teil des Systems erkennbar bleibt.
Anwendungsfälle
- Besprechungs- und Konferenzräume: Drehtür mit Silent-Ausführung — vertraulich, akustisch entkoppelt und dennoch transparent.
- Einzel- und Geschäftsführungsbüros: bündig integrierte Tür mit hohem Schallschutz und steuerbarem Sichtschutz.
- Empfang und Foyer: rahmenlose Ganzglastür als repräsentative, ruhige Raumkante.
- Flucht- und Sicherheitsbereiche: Brandschutztür passend zu den Fire-Systemen, durchgängig in die Wandfläche eingebunden.
- Praxen, Kanzleien und Kliniken: einsehbare, hygienisch reinigbare Trennung mit Diskretionsanspruch.
- Offene Bürolandschaften: schlanke Slim-Tür mit reduziertem Fugenbild — klare Zonierung ohne optische Schwere.
Planung und Montage
Jedes Projekt beginnt mit der Beratung zu Schallschutz-, Brandschutz- und Gestaltungszielen — und gerade bei einer Glastrennwand mit Tür ist die frühe Festlegung entscheidend, weil die Tür Glasaufbau, Beschlag und Bodenanschluss bestimmt. Es folgen das Aufmaß vor Ort, die Detail- und Werkplanung, die Fertigung im XFRAME-Werk in Rain am Lech und die Montage durch geschulte XFRAME-Teams.
In der Detailplanung wird die Tür konsequent als Teil der Wand behandelt: Türposition, lichte Durchgangsbreite, Anschlagrichtung und Bodenanschluss werden gemeinsam mit den Wandfeldern festgelegt. Die Glastür ist dabei bis zu einer Höhe von 3.000 mm ausführbar; das Glas wird als ESG oder VSG eingesetzt und nach DIN 18008 ausgelegt. Die lichten Maße und zulässigen Flügelgewichte werden projektbezogen ermittelt. Da die Montage trocken und reversibel erfolgt, ist sie staubarm und auch im laufenden Betrieb möglich; bei einer späteren Umorganisation lässt sich das Element samt Tür wieder versetzen.
Für Architekten und Planer stellt XFRAME CAD- und BIM-Daten sowie Ausschreibungstexte bereit, so dass sich die Systemtüren früh und sauber in die Planung übernehmen lassen. Anschlüsse an Bestandsdecken und -böden werden im Detail geplant, damit der projektierte Schallschutz — Wand wie Tür — auch auf der Baustelle erreicht wird.
Häufige Fragen zu Glastrennwänden mit Tür
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