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Glastür im Büro: Welche Tür passt zu welchem Raum?

Glastür im Büro auswählen: Transparenz, Schallschutz, Rauchschutz und Material. Fünf Türlinien im Vergleich und welche zu welchem Raum passt.

XFRAME Glasprofile — Glastür im Büro: Welche Tür passt zu welchem Raum?
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Die Wand einer Glastrennwand wird einmal geplant und dann nicht mehr angefasst. Die Tür wird jeden Tag benutzt, über die Lebensdauer eines Gebäudes oft hunderttausendfach. Sie ist das Bauteil, an dem Nutzer die Qualität der ganzen Konstruktion spüren: ob sie leise schließt, ob man im Besprechungsraum am Türspalt mithört, ob sie optisch zur Wand gehört oder wie ein Fremdkörper wirkt.

Wer die Tür erst auswählt, wenn Wandsystem und Glas feststehen, hat den Spielraum schon verkleinert. Dieser Beitrag beginnt deshalb bei der Tür. Er zeigt, nach welchen Kriterien man eine Glastür im Büro auswählt, was die fünf XFRAME-Türlinien unterscheiden und welche Linie zu welchem Raum passt. Den Überblick über Wandsysteme, Glas und Planung gibt der Ratgeber zur Glastrennwand.

Glastür im Büro, auf einen Blick
  • Fünf Türlinien, ausschließlich Drehtüren, bündig im Profilsystem der Wand.
  • Schallschutz von Rw 24 dB (rahmenlos) bis Rw 43 dB (Plus, Silent).
  • Rauchschutz: Plus Rauchdicht mit den Klassen Sa und S200.
  • Flügelbreite bis 1000 mm, Höhe je nach Linie bis 3000 mm.
  • Alle Linien dauerfunktionsgeprüft nach EN 1935 Klasse 6, also 200.000 Zyklen.

Warum die Tür zuerst gedacht werden sollte

Die Tür ist in der Regel das akustisch schwächste Element einer Trennwand. Eine Wand mit Rw 56 dB und eine rahmenlose Ganzglastür mit Rw 24 dB ergeben zusammen keinen Raum mit 56 dB, sondern einen Raum, in dem man an der Tür mithören kann. Wie sich dieser Effekt auf die Schallschutzplanung auswirkt, haben wir im Beitrag Schallschutz bei Glastrennwänden ausführlich beschrieben.

Der zweite Grund ist gestalterischer Natur. Wird die Tür getrennt vom Wandsystem geplant, entstehen Brüche im Erscheinungsbild: andere Profile, andere Oberflächen, andere Fugen. Bei XFRAME sind die Systemtüren deshalb Teil desselben Profilsystems wie die Wand. Sie schließen bündig an, übernehmen die Profilgeometrie und lassen sich in denselben Oberflächen ausführen, eloxiert oder in einem RAL-Farbton. Aus Wand und Tür wird ein durchgehendes Bauteil.

Der dritte Grund ist die Beanspruchung. Eine Tür am Besprechungsraum oder im Flur wird ungleich öfter bewegt als jede andere Komponente der Wand. Die Bänder aller fünf XFRAME-Türlinien sind nach EN 1935 geprüft und erreichen die Dauerfunktionsklasse 6, die höchste Klasse der Norm. Das entspricht 200.000 geprüften Öffnungszyklen und ist die relevante Anforderung für stark frequentierte Türen im gewerblichen Umfeld.

Vier Fragen, die die Auswahl entscheiden

Bevor es um Produkte geht, lohnt es sich, für jeden Raum vier Fragen zu beantworten. Aus den Antworten ergibt sich, welche Türlinien infrage kommen.

Wie viel soll man sehen? Soll die Tür in der Glaswand optisch verschwinden, oder darf sie als eigenes Element ablesbar sein? Eine rahmenlose Ganzglastür erhält die durchgehende Glasfläche. Ein schmaler Rahmen gibt der Tür eine klare Kante. Ein Holzflügel schließt den Raum sichtbar ab.

Wie viel darf man hören? Das Schallschutzziel des Raums bestimmt die Untergrenze für die Tür. Ein Teamraum an einer offenen Bürozone stellt andere Anforderungen als ein Raum für vertrauliche Gespräche. Die Tür sollte zum Dämmniveau der Wand passen, sonst geht der Schallschutz der Wand an der Tür verloren.

Muss die Tür Rauch zurückhalten? An Flur- und Fluchtwegabschnitten kann das Brandschutzkonzept des Gebäudes eine rauchdichte Tür verlangen. Diese Anforderung lässt sich nicht nachträglich erfüllen; sie grenzt die Auswahl von Beginn an ein.

Welche Materialität passt zum Raum? Glas, Aluminium oder Holz: Die Tür ist der Teil der Wand, den man aus der Nähe sieht und täglich anfasst. Ihr Material bestimmt deshalb den Eindruck der Raumkante mit.

Dazu kommen zwei praktische Punkte: das Wandsystem, in das die Tür eingesetzt wird, und die Durchgangshöhe. Beides schränkt die Auswahl ein und gehört deshalb in dieselbe frühe Planungsrunde.

Die fünf Türlinien im Einsatz

Alle XFRAME-Systemtüren sind Drehtüren. Sie unterscheiden sich vor allem in Bauart, Schalldämmung und Erscheinungsbild. Die Werte in diesem Abschnitt stammen aus der Systemdokumentation; maßgeblich für ein konkretes Projekt ist immer die geprüfte Ausführung.

Glas: die rahmenlose Ganzglastür für offene Zonen

Die Glas-Glastrennwandtür ist eine rahmenlose Ganzglastür. Der Flügel besteht aus Einscheibensicherheitsglas in 8 oder 10 mm Stärke und trägt sich selbst, einen umlaufenden Rahmen gibt es nicht. In der Glaswand bleibt eine durchgehende Glasfläche, die Tür ist nur über Bänder und Beschläge ablesbar. Befestigt wird sie über Rund- oder Eckbänder; hydraulische Türbänder sorgen für ein gedämpftes Schließen.

Die Schalldämmung liegt bei Rw 24 bis 33 dB. An diesen Zahlen lässt sich gut ablesen, was eine Bodendichtung ausmacht: Mit ESG 8 mm ohne Falldichtung erreicht die Tür 24 dB, mit absenkbarer Falldichtung 32 dB. ESG 10 mm mit Falldichtung kommt auf 33 dB. Optional sind ein elektrischer Türöffner und ein aufliegender Türschließer möglich. Das maximale Flügelmaß beträgt 1000 × 2600 mm, größere Flügel werden auf Anfrage projektbezogen geprüft.

Diese Tür ist die naheliegende Lösung für offene, helle Bürozonen, in denen Tageslicht und Sichtbezug im Vordergrund stehen und der Schallschutzanspruch moderat ist.

Slim: schmaler Rahmen für die einfach verglaste Wand

Die Slim-Glastrennwandtür hat einen umlaufenden, bewusst schmalen Aluminiumrahmen mit 68 mm Bautiefe. Der einfach verglaste Flügel nimmt Verbundsicherheitsglas auf, wahlweise VSG 44.1, 44.2 Si, 55.1 oder 55.2 Si. Die Si-Varianten enthalten eine schalldämmende Folie. Eine Dämpfungsfüllung im Profilkern, die IsoSound-Technik, kann den Wert zusätzlich um bis zu 1 dB anheben.

Damit erreicht die Slim Rw 35 bis 39 dB. Sie ist der Mittelweg zwischen maximaler Transparenz und höherem Schallschutz. Mit einem Flügelmaß bis 1000 × 2800 mm eignet sie sich auch für raumhohe Wände. Wichtig für die Planung: Die Slim ist für die einfach verglaste X-Simply 2.0 ausgelegt.

Plus: doppelt verglast, auch rauchdicht

Die Plus-Glastrennwandtür arbeitet mit zwei Glasebenen. Ihre IsoSound-Plus-Technik kombiniert zwei akustisch entkoppelte Scheiben mit einer Dämpfungsfüllung im Zwischenraum. Schall, der auf die erste Scheibe trifft, wird nur abgeschwächt auf die zweite übertragen. So erreicht die Plus Rw 39 bis 43 dB. Verglast wird mit ESG 6 oder 8 mm oder mit VSG 33.1 bis 44.2, der Rahmen hat 68 mm Bautiefe, das Flügelmaß reicht bis 1000 × 3000 mm.

Die Plus gibt es zusätzlich als Plus Rauchdicht mit zertifizierter Rauchdichtheit der Klassen Sa und S200, bei einem maximalen Flügelmaß von 1000 × 2875 mm. Sie ist für Stellen gedacht, an denen eine Tür den Durchtritt von Rauch begrenzen muss, etwa Flur- und Fluchtwegabschnitte. Rauchschutz ist dabei nicht mit Brandschutz gleichzusetzen: Eine rauchdichte Tür hat keine Feuerwiderstandsklasse. Was im Treppenraum und im Rettungsweg zusätzlich gilt, beschreibt der Beitrag zu Glaswänden im Treppenhaus.

Silent: Schallschutz mit fast rahmenloser Ansicht

Die Silent-Glastrennwandtür ist ebenfalls doppelt verglast und auf Schallschutz optimiert, verfolgt aber ein anderes gestalterisches Ziel als die Plus. Ihre Profil-Ansichtsbreite beträgt nur 32 mm, das Profil läuft verdeckt in der Türstruktur, und das Glas ist flächenbündig strukturell verklebt. Sichtbar bleibt fast nur die Glasfläche.

Die Schalldämmung liegt je nach Glasaufbau bei Rw 36 bis 43 dB: 36 dB mit ESG 4 und ESG 6, 40 bis 42 dB mit ESG 4 und VSG 44.2 Si, bis 43 dB in lackierter Ausführung. Das Flügelmaß reicht bis 1000 × 3000 mm. Die Silent ist die Wahl, wenn neben hohem Schallschutz ein nahezu rahmenloses Erscheinungsbild gefragt ist.

Wood: Holzflügel für geschlossene Raumkanten

Die Wood-Glastrennwandtür setzt einen Holzflügel in einen Aluminiumrahmen. Der Flügel ist massiv oder verglast erhältlich, jeweils als Vollblatt oder mit Lichtausschnitten. Das Spektrum reicht damit von einer voll geschlossenen Tür bis zu einer Holztür mit Glaseinsätzen, die Tageslicht in den Raum lässt. Die Oberfläche wird in Furnier, Laminat oder als Lackierung nach RAL ausgeführt, die Scharniere sichtbar oder verdeckt liegend.

In der Basisausführung erreicht die Wood Rw 33 dB, mit Akustikeinlagen 37 dB und in der High-End-Akustikausführung 41 dB. Das Flügelmaß reicht bis 1000 × 3000 mm. Die Tür ist mit X-Simply 2.0, X-Double 2.0 und allen XFRAME-Rahmensystemen kompatibel, sodass sich eine Holztür in eine durchgehend verglaste Wand einbinden lässt, ohne dass das Profilsystem wechselt.

Welche Tür zu welchem Raum passt

Aus den vier Fragen und den Eigenschaften der Linien ergibt sich für typische Büroräume eine klare Zuordnung. Sie ersetzt keine Projektplanung, zeigt aber, wo man anfängt.

Raum oder Situation naheliegende Türlinie Warum
offene, helle Bürozone mit Sichtbezug Glas maximale Transparenz, moderater Schallschutz
Einzel- oder Teambüro in einer X-Simply-Wand Slim schlanker Rahmen, Rw 35–39 dB, passt zur einfach verglasten Wand
Besprechung, Geschäftsführung, Beratung Silent Rw bis 43 dB bei fast rahmenloser Ansicht
hochdämmende Wand mit X-Double 2.0 Plus oder Silent beide doppelt verglast, bis Rw 43 dB
Flur- oder Fluchtwegabschnitt mit Rauchschutzanforderung Plus Rauchdicht Rauchdichtheit Sa und S200
Raum mit geschlossener Kante und Holzausbau Wood Holzflügel, Rw 33–41 dB

Für Besprechungsräume lohnt ein zweiter Blick auf Sichtschutz und Raumakustik, weil dort die Anforderungen besonders hoch sind. Was dabei zusammenkommt, zeigt der Beitrag zur Glastrennwand im Konferenzraum.

Was für alle fünf Linien gilt

Einige Punkte sind über das ganze Programm gleich und müssen deshalb nicht Raum für Raum entschieden werden. Alle Türen sind Drehtüren mit einer klar definierten Schließkante. Alle haben Bänder nach EN 1935 in der Dauerfunktionsklasse 6. Die Flügelbreite liegt bei allen Linien bei höchstens 1000 mm. Und alle werden bündig in das Wandsystem integriert: die Slim in die X-Simply 2.0, die übrigen Linien in X-Simply 2.0 und X-Double 2.0.

Die Auslegung der Verglasung erfolgt bei allen Türen nach DIN 18008. Wie sich Einscheiben- und Verbundsicherheitsglas im Bruchfall unterscheiden und wo welches Glas sinnvoll ist, erklärt der Beitrag ESG oder VSG.

Drei Planungsfehler an der Tür

Die Tür schwächer planen als die Wand. Wer eine doppelt verglaste Wand mit bis zu Rw 56 dB plant und eine rahmenlose Ganzglastür einsetzt, bezahlt Schallschutz, der im Raum nicht ankommt. Die Tür wird vom Schallschutzziel her gewählt, nicht umgekehrt. Mehr als Rw 43 dB erreicht keine Tür im XFRAME-Programm; höhere Werte gelten für die Wand.

Die Bodenfuge vergessen. Das Beispiel der Ganzglastür zeigt es deutlich: Dieselbe Tür erreicht ohne absenkbare Falldichtung 24 dB, mit Falldichtung 32 dB. Die Dichtung am Boden ist kein Zubehör, sondern Teil des Schallschutzes. Ebenso wichtig ist ein Türschließer, denn eine Tür, die offen stehen bleibt, dämmt gar nicht.

Barrierefreiheit zu spät bedenken. Nach DIN 18040 müssen Türen leichtgängig und mit geringem Kraftaufwand zu bedienen sein, Übergänge sollen schwellenlos sein, und Glasflächen brauchen eine kontrastreiche Sicherheitsmarkierung. Gewicht, Schließer und Bodendichtung beeinflussen das direkt. Die Anforderungen im Einzelnen stehen im Beitrag zu barrierefreien Glastrennwänden.

Fazit: Erst der Raum, dann die Tür

Die richtige Glastür im Büro ergibt sich nicht aus einem Katalogbild, sondern aus vier Fragen zum Raum: Transparenz, Schallschutz, Rauchschutz und Materialität. Wer diese Fragen früh beantwortet, wählt die Tür passend zur Wand, statt am Ende eine Wand zu haben, deren Schallschutz an der Tür verloren geht. Wie sich die Tür konstruktiv in die Wand einfügt, zeigt die Seite Glastrennwand mit Tür.

Sie planen Büroräume mit Glastrennwänden und möchten die Türen passend zu Schallschutzziel und Gestaltung festlegen? Sprechen Sie uns an. Wir beraten Architekten, Planer und Verarbeiter zu Wandsystem, Türlinie und Ausführung.

Häufige Fragen

Das hängt vom Raum ab. Für offene, helle Zonen mit Sichtbezug passt die rahmenlose Ganzglastür, für Besprechungsräume und Beratung eine schallschutzoptimierte Tür wie die Silent, für Flurabschnitte mit Rauchschutzanforderung die Plus in rauchdichter Ausführung. Wer eine geschlossene Raumkante mit warmer Materialität möchte, wählt eine Tür mit Holzflügel. Entscheidend ist, dass die Tür zum Schallschutzziel der Wand passt.
Bei den XFRAME-Systemtüren liegt die Spanne zwischen Rw 24 dB bei der rahmenlosen Ganzglastür und Rw 43 dB bei den schallschutzoptimierten Linien Plus und Silent. Die Wand selbst kann mehr: Die doppelt verglaste X-Double 2.0 erreicht bis Rw 56 dB. Deshalb wird die Tür vom Schallschutzziel des Raums her ausgewählt und nicht nach der Optik allein.
Ja. Die Plus-Glastrennwandtür gibt es in der Variante Plus Rauchdicht mit zertifizierter Rauchdichtheit der Klassen Sa und S200. Sie wird dort eingesetzt, wo eine Tür den Durchtritt von Rauch begrenzen muss, etwa an Flur- und Fluchtwegabschnitten. Rauchschutz ist aber kein Brandschutz: Eine rauchdichte Tür hat keine Feuerwiderstandsklasse.
Die Flügelbreite liegt bei allen fünf XFRAME-Türlinien bei maximal 1000 mm. In der Höhe unterscheiden sie sich: 2600 mm bei der rahmenlosen Ganzglastür, 2800 mm bei der Slim, 3000 mm bei Plus, Silent und Wood sowie 2875 mm bei der Plus Rauchdicht. Damit sind auch raumhohe Türen möglich. Das zulässige Maß im Projekt hängt von Glasaufbau, Gewicht und Beschlägen ab.
Zu einer doppelt verglasten Wand wie der X-Double 2.0 passen die Plus- und die Silent-Glastrennwandtür, weil beide ebenfalls mit zwei Glasebenen arbeiten und bis Rw 43 dB erreichen. Eine einfache Tür in einer hochdämmenden Wand würde einen Teil des Schallschutzes verschenken. Die Silent ist die Wahl, wenn zusätzlich eine nahezu rahmenlose Ansicht gewünscht ist.
Ja. Die Wood-Glastrennwandtür hat einen massiven oder verglasten Holzflügel im Aluminiumrahmen, als Vollblatt oder mit Lichtausschnitten. Sie ist mit X-Simply 2.0, X-Double 2.0 und allen XFRAME-Rahmensystemen kompatibel, sodass das Profilsystem der Wand nicht wechselt. Je nach Ausführung erreicht sie Rw 33 bis 41 dB.
Redaktion XFRAMEInhaltlich geprüft und freigegeben am 23. September 2026Verantwortlich: Nico Schmid, Geschäftsführung XFRAME Glasprofile GmbH · So arbeitet unsere Redaktion

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