Ganzglasgeländer-Profilsystem — X-Railing
Ganzglasgeländer.
Absturzsicherung aus Glas für Treppe, Galerie, Balkon und Dachterrasse — ohne Pfosten, ohne Füllstäbe. Das Profilsystem X-Railing von XFRAME: Verbundsicherheitsglas, zertifizierte Holmlast bis 3,0 kN/m und ein Tragprofil, das ohne Gummidichtungen dauerhaft dicht bleibt. Innen wie außen, vom Hersteller aus Rain am Lech.

- Ganzglasgeländer-System von XFRAME für die Anwendung innen und außen.
- Verbundsicherheitsglas (VSG) in den Stärken 17,52–21,52 mm — mit Resttragfähigkeit im Bruchfall.
- Zertifizierte horizontale Linienlast (Holmlast) bis 3,0 kN/m.
- Geprüft nach DIN 18008 und Eurocode 1 — CE-zertifiziert und statisch geprüft.
- Drei Montagearten: Bodenmontage, Attika-/stirnseitige Montage und Deckenrandintegration.
- Vollflächige Verklebung — dauerhaft dicht ohne EPDM-Dichtungen oder Gummikeile.
Was ist ein Ganzglasgeländer?
Ein Ganzglasgeländer ist ein Geländer, bei dem die Absturzsicherung von einer durchgehenden Glasscheibe übernommen wird — gehalten allein von einem Profil am Fuß, ohne Pfosten und ohne Füllstäbe. Das Glas ist dabei nicht Füllung, sondern tragendes Bauteil. Das Ganzglasgeländer von XFRAME heißt X-Railing, ist für innen und außen ausgelegt und für eine Holmlast bis 3,0 kN/m zertifiziert.
Der Unterschied zum klassischen Geländer liegt genau darin: Bei einem Pfosten- oder Stabgeländer tragen senkrechte Profile, das Glas ist nur Füllung. Beim Ganzglasgeländer entfällt diese Sekundärkonstruktion — Last und Sicherung liegen in der Scheibe und im Fußprofil. Das ergibt eine ungestörte Glasfläche, verlangt aber Verbundsicherheitsglas und einen statischen Nachweis, weil im Bruchfall nichts anderes mehr trägt.
Technisch besteht das System aus einer durchgehenden Fußschiene aus Aluminium, in die das Verbundsicherheitsglas vollflächig eingeklebt wird. Die Fußschiene ist über Konsolen im Raster von 300 mm mit dem Baukörper verbunden und leitet die auf das Geländer wirkenden Kräfte sicher in den Rohbau ein. Das Tragprofil besteht aus der Aluminium-Legierung EN AW-6063 T6, einem im Bauwesen bewährten Werkstoff mit hoher Festigkeit und guter Korrosionsbeständigkeit.
Anders als ein klassisches Stab- oder Holmgeländer kommt das X-Railing ohne sichtbare Pfosten und Füllstäbe aus: Die Glasfläche selbst ist das tragende und sichernde Element. Daraus ergibt sich ein offenes, transparentes Erscheinungsbild, das den Sichtbezug — etwa von einer Galerie, einer Treppe oder einem Balkon — nicht unterbricht. XFRAME entwickelt, fertigt und montiert das System als Hersteller aus Rain am Lech und stellt für jedes Projekt den erforderlichen statischen Nachweis bereit.
Technische Daten
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Systemtyp | Ganzglasgeländer-System für innen und außen |
| Verglasung | Verbundsicherheitsglas (VSG) |
| Glasstärke | 17,52–21,52 mm |
| Linienlast (Holmlast) | zertifiziert bis 3,0 kN/m |
| Profilmaterial | Aluminium EN AW-6063 T6 |
| Befestigung Fußschiene | durchgehende Fußschiene, Konsolen alle 300 mm |
| Glasbefestigung | vollflächige Verklebung — ohne EPDM-Dichtungen oder Gummikeile |
| Höhenjustierung | ±50 mm (Langlöcher im Tragprofil) |
| Seitliche Justierung | ±30 mm |
| Neigungsjustierung | stufenlos über Stellprofil |
| Oberfläche | Aluminium eloxiert oder RAL-lackiert, korrosionsbeständig |
| Montagearten | Bodenmontage, Attika-/stirnseitige Montage, Deckenrandintegration |
| Geprüfte Normen | DIN 18008, Eurocode 1 (DIN EN 1991-1-1) |
| Zertifizierung | CE-zertifiziert, statisch geprüft |
Die aufgeführten Kennwerte entstammen den XFRAME-Katalogdaten. Projekt- oder ausführungsabhängige Werte — insbesondere die exakte Glasstärke und der maßgebliche Lastansatz — werden im verbindlichen statischen Nachweis präzisiert. Maßgeblich für die Auslegung eines konkreten Geländers ist immer die geprüfte Systemdokumentation.
Welche Profile und Montagearten gibt es?
Das Ganzglasgeländer-Profil wird auf drei Arten am Baukörper befestigt — alsBodenprofil (Aufbodenmontage), als seitliche beziehungsweise Attika-Montage an der Brüstung und alsDeckenrandintegration. Welche Variante geeignet ist, hängt von Rohbau, Bodenaufbau und der gewünschten Optik ab — das Glas und der Systemaufbau bleiben in allen drei Fällen gleich.
Das Profil ist das eigentliche Bauteil des Systems: Es nimmt die gesamte Horizontallast auf und leitet sie in den Rohbau. Bei XFRAME ist es eine stranggepresste Aluminium-Fußschiene aus EN AW-6063 T6, in die das Glas vollflächig eingeklebt wird — kein Klemmprofil mit Gummikeilen, sondern ein durchgehender Verbund. Mehr zur Werkstoff- und Profilseite steht im Beitrag zu denAluminium-Profilen.
| Montageart | Befestigung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Bodenmontage | Fußschiene auf dem fertigen Boden bzw. Estrich verschraubt | Galerien, Innentreppen, Laubengänge |
| Attika-/stirnseitige Montage | Fußschiene seitlich an der Brüstung befestigt | Balkone, Dachterrassen, Brüstungen |
| Deckenrandintegration | Tragprofil in den Deckenrand integriert | bündige, besonders schlanke Detailausbildung |
Allen drei Varianten gemeinsam ist die durchgehende Fußschiene mit Konsolen im Raster von 300 mm. Die vollflächige Verklebung der Scheibe im Tragprofil verzichtet bewusst auf EPDM-Dichtungen und Gummikeile: Dadurch entstehen keine Verschleißteile, die mit der Zeit aushärten oder undicht werden, und der Anschluss bleibt dauerhaft dicht — ein Vorteil insbesondere bei der Montage im Außenbereich.
Nach dem Einbau lässt sich das Geländer exakt ausrichten: Die Höhe wird über Langlöcher im Tragprofil um ±50 mm korrigiert, seitlich ist eine Verschiebung von ±30 mm möglich, und die Neigung wird stufenlos über ein Stellprofil eingestellt. So lassen sich Rohbautoleranzen ausgleichen und die Glasflächen sauber fluchtend einstellen.
Absturzsicherung aus Glas: Normen, Lasten und Nachweis
Ein Glasgeländer ist eine absturzsichernde Konstruktion und damit sicherheitsrelevant. Das X-Railing ist nach DIN 18008 und nach Eurocode 1 geprüft, CE-zertifiziert und statisch geprüft — die Auslegung eines konkreten Geländers erfolgt über den projektbezogenen statischen Nachweis.
Zwei Regelwerke sind für die Planung eines Ganzglasgeländers maßgeblich:
- DIN 18008 — Glas im Bauwesen. Die Normenreihe regelt die Bemessung und Konstruktion von Glasbauteilen, einschließlich absturzsichernder Verglasungen. Sie legt fest, welche Glasart und welcher Aufbau für die jeweilige Einbausituation zulässig sind. Für absturzsichernde Geländer ist Verbundsicherheitsglas vorgeschrieben, weil es im Bruchfall durch die Zwischenschicht eine Resttragfähigkeit behält.
- Eurocode 1 — Einwirkungen auf Tragwerke. Der Eurocode 1 (DIN EN 1991-1-1) definiert die horizontalen Linienlasten (Holmlasten), die ein Geländer aufnehmen können muss. Der Lastansatz richtet sich nach der Nutzung des Gebäudes — von Wohn- und Bürobereichen bis zu Flächen mit Menschenansammlungen. Das X-Railing ist bis zur höchsten gängigen Holmlast von 3,0 kN/m zertifiziert.
Die zertifizierte Holmlast von 3,0 kN/m bedeutet, dass das System auch für stark frequentierte Bereiche geeignet ist. Welcher Lastansatz für ein konkretes Projekt gilt, ergibt sich aus der Nutzungskategorie des Gebäudes und wird im statischen Nachweis dokumentiert. Ebenso wird dort die erforderliche Glasstärke innerhalb der Spanne von 17,52 bis 21,52 mm festgelegt — abhängig von Geländerhöhe, Lastansatz und Montageart.
Im Schadensfall muss das Geländer nicht in seiner Gesamtheit demontiert werden: Eine beschädigte Scheibe lässt sich austauschen, ohne dass die durchgehende Fußschiene entfernt wird. Das hält die übrigen Geländerfelder unberührt und verkürzt den Austausch. Der Tausch sollte durch eine fachkundige Montage erfolgen, damit die zertifizierte Tragwirkung erhalten bleibt.
Ganzglasgeländer für Treppe, Balkon und Galerie
Ein Ganzglasgeländer ist überall dort die richtige Wahl, wo eine Absturzsicherung gefordert ist, ohne dass die Sicht verstellt werden soll. Die vier häufigsten Situationen unterscheiden sich weniger im Produkt als in der Montageart und im Lastansatz.
Glasgeländer an der Treppe
An Innentreppen, Podesten und Treppenaugen ist das Ganzglasgeländer die Lösung, die den Treppenlauf optisch nicht zerschneidet — gerade bei Kragarm-, Faltwerk- und Betontreppen, deren Konstruktion selbst das gestalterische Thema ist. Ausgeführt wird in der Regel als Bodenmontage auf dem fertigen Belag oder als stirnseitige Montage an der Wange. Bei geneigten Läufen kommt die stufenlose Neigungsverstellung über das Stellprofil zum Tragen: Die Scheiben lassen sich exakt parallel zur Treppensteigung ausrichten. Für Wohn- und Bürotreppen genügt meist der untere Lastansatz nach Eurocode 1; in öffentlichen Treppenhäusern gilt ein höherer.
Glasgeländer am Balkon und auf der Dachterrasse
Draußen entscheidet die Dauerhaftigkeit. Die Aluminiumprofile aus EN AW-6063 T6 werden eloxiert oder RAL-lackiert und sind korrosionsbeständig; die vollflächige Verklebung der Scheibe kommt ohne EPDM-Dichtungen und Gummikeile aus — also ohne Bauteile, die unter UV-Strahlung und Frost aushärten und undicht werden. Am Balkon wird typischerweise stirnseitig an der Brüstung oder auf der Attika montiert; das hält die nutzbare Balkonfläche frei, weil das Geländer nicht auf dem Belag steht. Bei exponierten Lagen geht die Windlast nach Eurocode 1 in den statischen Nachweis ein.
Glasgeländer innen: Galerie, Brüstung, Foyer
Im Innenraum ist das Ganzglasgeländer vor allem ein Lichtthema. An Galerien und offenen Geschossverbindungen hält es den Sichtbezug zwischen den Ebenen offen und lässt Tageslicht bis in die unteren Geschosse durch — der gleiche Gedanke, der auch hinter einer Glastrennwand steht. In Foyers und repräsentativen Eingangsbereichen kommt die gestalterische Wirkung dazu: eine durchgehende Glaslinie ohne Pfostenraster. Für besonders schlanke Details lässt sich das Tragprofil in denDeckenrand integrieren, sodass von unten nur die Glaskante sichtbar bleibt.
Absturzsicherung an bodentiefen Fenstern und französischen Balkonen
Ein bodentiefes Fenster ohne davorliegende Fläche braucht eine Umwehrung — der klassische „französische Balkon". Hier wird das Geländer stirnseitig vor der Öffnung befestigt. Wichtig ist die Unterscheidung, die in der Praxis am häufigsten schiefgeht: Eine absturzsichernde Verglasung ist ein tragendes Sicherheitsbauteil nach DIN 18008 mit statischem Nachweis — kein Sichtschutz und kein Windschutz. Die normative Einordnung vertieft der Beitrag zurDIN 18008; wie Absturz- und Brandschutz im Treppenraum zusammenkommen, zeigt der BeitragGlaswände im Treppenhaus.
Planung und Montage
Jedes Projekt beginnt mit der Beratung zu Einbausituation, Nutzung und Lastansatz. Es folgen das Aufmaß vor Ort, die Detailplanung mit statischem Nachweis, die Fertigung im XFRAME-Werk in Rain am Lech und die Montage durch geschulte XFRAME-Teams. Für Architekten und Planer stellt XFRAME die für die Ausschreibung erforderlichen Unterlagen bereit, sodass sich das X-Railing früh und sauber in die Planung übernehmen lässt.
Da das X-Railing nach Aufmaß gefertigt wird, lassen sich die drei Montagearten gezielt auf den Baukörper abstimmen — die Bodenmontage auf dem fertigen Estrich, die stirnseitige Montage an der Brüstung oder die in den Deckenrand integrierte Variante. Die Justierreserven von ±50 mm in der Höhe und ±30 mm seitlich gleichen Toleranzen aus dem Rohbau aus. Einen Überblick über das gesamte XFRAME-Programm bietet die Seite Produkte; vertiefende Informationen zu Glas im Innenausbau finden sich auf der SeiteGlastrennwand.
Häufige Fragen zum Ganzglasgeländer
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